Anleitung zum Radiojournalismus

Wie man günstig und professionell Beiträge erstellt.

Mein Aufnahmegerät (1) ist zugleich mein Mikrofon. Das Olympus LS-5 ist mit Fr. 250.- nicht teuer und qualitativ gut. Es braucht wenig Strom, aber man muss es ruhig in der Hand halten – sonst hört man auf den Aufnahmen das Gehäuse wackeln. Ich kann es sogar als USB-Mik benutzen, also direkt im Computer aufzeichnen. Wichtig: bei Aussenaufnahmen immer Windschutz (2) mitnehmen!

Nun fehlt nur noch ein Computer – und natürlich ein gutes Audio-Programm (3). Beiträge bastle ich mit Hindenburg (65.- Fr) zusammen, das Programm kann fast alles, was ein Radio-Multitrack-Schnittprogramm können muss – mit simpler Bedienung. Für den Grobschnitt von Tönen benutze ich Audacity (Freeware *) als Einzelspur-Editor.

Mein liebstes Spielzeug ist das Originalkopfmikrofon (Geschenk). Was aussieht wie ein normaler Ohrhörer (4) ist in Wirklichkeit ein qualitativ gutes Stereo-Mik, das sich zum Einfangen von Geräuschen und Ambiance eignet. Zudem ist es sehr diskret, niemand erkennt es als Mikrofon.

Für die Verbindung mit der Aussenwelt empfehle ich auf keinen Fall das Vodafone Mobile-Modem (5)! Jedes zweite Mal klappt es damit nämlich nicht, den fertigen Beitrag auf den Server der Redaktion hochzuladen. Dann muss man entschuldigend anrufen (6) und ins Internet-Cafe, wo man dann den Beitrag hoch- und ein Virus runterlädt (7). Wichtig natürlich auch eine externe Festplatte für Backups.

Damit ist die Reporter-Ausrüstung bereits komplett. Es kann losge… Moment! Niemals Ersatz-Akkus (8) vergessen – weil irgendwann geht auch dem besten Rekorder der Saft aus.

* NACHTRAG 12.6.11: Audacity ist Freeware und die neuste Version ist Beta – also IMMER vor der Arbeit an Files eine Sicherheitskopie machen. Oder nochmals vier Stunden hin und zurückreisen.

5 Antworten auf „Anleitung zum Radiojournalismus“

  1. Die ganze Arbeit auf dem Computer ist im Prinzip auch mit Garageband zu erledigen, das als Teil von iLife bereits auf den Macs bereits vorhanden ist.
    Bei der Hindenburg-Software ist allerdings die eine oder andere Feinheit inbegriffen, die gerade für die Herstellung von solchen Berichten perfekt funktioniert. Auch die iOS-Variante fürs iPhone macht mir einen guten Eindruck. Leider gibt’s fürs iPhone keinen Ersatz-Akku, nur klobige Akkuhüllen… Und iPhone-Puschel muss man selber basteln…
    Gruss in den Süden!

  2. Hier windet es zum Glueck nie – diesen Luxus kann man sich nicht leisten.
    Hindenburg hat tolle Tastaturkuerzel.

  3. Tipptoppe Tipps, die Herren mit und ohne Wind. Diesen Beitrag muss ich Nüfü junior zeigen.

    Gute Grüsse gen Ghana, gell!

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