Wie ich (nicht) nach Nigeria gelangte – Teil 4

Papierkrieg

Was bisher geschah: Der Autor möchte nach Nigeria. Dafür braucht er eine Aufenthaltsbewilligung in Ghana. Und dafür eine Arbeitserlaubnis.

Schalter 6 für die Arbeitserlaubnis ist glücklicherweise gerade neben Schalter 5 für die Aufenthaltsbewilligung. Das Formular hat hingegen vier Seiten, nicht bloss eine.

Hauptsächlich werden da Angaben über die Firma gefordert, die mich angestellt hat. Dazu muss ich über ein dutzend verlangte Papiere hinzufügen. Von der Firma etwa die Registrierung, ein Steuerauszug, meinen Arbeitsvertrag und zehn weitere Dokumente.

Doch ich bin nicht angestellt, woher soll ich all diese Papiere kriegen… Der Mann in grün stutzt kurz, dann sagt er, ein Strafregisterauszug, mein Lebenslauf, ein Beleg meiner Ausbildung und der medizinische Attest würden genügen.

Weiter im Zeitraffer:

Eine E-Mail genügt, und nach zwei Wochen hab ich die Studienbestätigung meiner Uni.

Den Lebenslauf übersetze ich ansatzweise. Ganz angenehm, mal einen CV zu schreiben, ohne bei jedem Detail zu befürchten, dass es meine Jobchancen schmälern könnte

Für den Strafregisterauszug muss ich mit Kreditkarte ein Formular in der Schweiz bestellen und meinen Pass einscannen, damit jemand zuhause das Formular versenden kann. Drei Wochen später erhalte ich von meinem Gewährsmann eine E-Mail mit dem Scan meines Auszuges: «Leider steht gar nichts darin, die Mühe war also umsonst.» Haha.

Und woher kriege ich diesen medizinischen Attest, frage ich den Mann in grün. «Go to a public hospital.» Das nächste öffentliche Spital ist das «37 Militärkrankenhaus». Dort erklärt man mir am Telefon, ich solle mich beim «public health department», bei der Abteilung für Volksgesundheit melden.

Ist unser Held noch gesund? Und kriegt er genügend Formulare zusammen für eine Arbeitsbewilligung? Bleiben Sie dran bei «Wie ich (nicht) nach Nigeria gelangte»!

Bisher erschienen: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

3 Antworten auf „Wie ich (nicht) nach Nigeria gelangte – Teil 4“

  1. lieber samuel burri, ich finde ihre serie sehr spannend, aber die einzelnen folgen erstens zu kurz und zweitens kommen sie in zu grossen abständen. schade.

  2. lieber bugsierer. ich könnte natürlich auch noch schreiben, dass ich für den strafregisterauszug erstmals das neue verisecure-tm-system der kreditkarte brauchen musste, was mir weitere mails mit meiner schweizer vertrauensperson bescherte. und ja, ich würde auch gerne öfters die folgen publizieren. bloss muss ich sie jeweils vorher schreiben…

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