Strassenkunst im Armenviertel

Das Chale Wote Street Art Festival.

Etwas zu organisieren, ist in Ghana nicht so einfach. Schliesslich muss man immer davon ausgehen, dass ein Teil aller Abmachungen nicht eingehalten wird. Geht es nur um ein persönliches Treffen, ist das nicht so schlimm (manchmal zwar schon). Anders bei einem Anlass mit dutzenden Involvierten.

So war ich schon an einer Konferenz mit Spitzenvertretern der Telecom-Firmen. Die angekündigten Referenten erschienen grösstenteils nicht, das Programm wurde kaum eingehalten und das Mittagessen hatte 2 Stunden Verspätung.

Die Gruppierung «Accra [dot] Alt» (Aktivisten? Kulturschaffende? Irgendwas dazwischen.) hat es geschafft, das Chale Wote Street Art Festival auf die Beine zu stellen. Im Armenviertel Jamestown fanden am Samstagnachmittag und -abend diverse Konzerte, Vorführungen, Ausstellungen statt. Mode, Sport, Kunst, Filme, Akrobatik und Musik. Kein grosses Ding, aber: es hat stattgefunden.

Die Kinder im Quartier hatten Spass, viele Erwachsene auch. Wie oft bei kulturellen Anlässen fanden sich besonders viele Weisse ein. Die Organisatoren sind grösstenteils junge Ghana-Rückkehrer. Und die Franzosen haben das Festival finanziell unterstützt. Insgesamt eine gute Basis für weitere Ausgaben.

Zu den Bildern…

Ghanas Blogs berichteten auch ausführlich darüber.

Angst in Abidjan

zerschossene fensterscheiben in abidjans geschäftsviertelin abidjan ist auch nach dem konflikt alles andere als alltag.

Der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, wurde vor drei Monaten festgenommen, weil er sich weigerte, zurückzutreten. Seit Mai ist der neue Präsident Alassane Ouattara an der Macht – und es ist wieder ruhig geworden um das Land in Westafrika.

Doch viele Probleme sind ungelöst. Gelingt es Präsident Ouattara, die Elfenbeinküste in eine friedliche Zukunft zu führen?

der beitrag war geplant für heute morgen auf drs 1, lief dann aber aufgrund unwetters auf drs4news am 11.7.2011. derzeit bin ich noch an einer langversion für den deutschlandfunk.

über eine stunde lang hatte ich versucht, diesen beitrag im internetcafe im quartier yopougon hochzuladen. schliesslich gab ich auf, und fuhr ins hotel pullman. dort kostet die halbe stunde internet 4 franken. sie ist es immerhin wert.
grösstes übel aber ist, dass seit der reise die grossschreibetaste meines computers nicht mehr funktioniert. enter auch nicht.

Wie ich (nicht) nach Nigeria gelangte – Teil 3

Viele Wege führen zum Amt

Was bisher geschah: Der Autor möchte nach Nigeria. Doch dafür fehlt ihm eine Aufenthaltsbewilligung für Ghana. Die Schweizer Botschaft möchte helfen.

Das teure Telefon klingelte. Die Dame von der Schweizer Botschaft in Nigeria fasste sich kurz. Leider sei es nicht möglich, in meinem Falle etwas zu tun. Schliesslich müssen Nigerianer ihr Visum für die Schweiz auch zu Hause beantragen. Ein Visum für Nigeria erhalte ich also nur in der Schweiz. Ich war von patriotischen Gefühlen erfüllt. Schweizer Botschaftsangestellte in Nigeria und Ghana telefonierten zusammen, nur wegen mir! „Wie ich (nicht) nach Nigeria gelangte – Teil 3“ weiterlesen