Ein flotter Zug in Accra

Zwei moderne Züge – und viele Probleme im Rest des Landes.

Der Angestellte am Bahnhof Accra ist sehr hilfsbereit. Zusammen mit einem Kollegen versucht er, die Abfahrtszeiten der Züge zu rekonstruieren. Nach einigen Minuten habe ich einen Fahrplan für die Strecke Accra-Tema zusammen, der in etwa stimmen könnte. Natürlich gibt es den Fahrplan, bloss ist er weder online noch offline ersichtlich. Die Züge fahren jeweils zweimal morgens und abends.

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Thank you America!

Eine neue Strasse bringt neue Gefahren.

Zehn Menschen sind vorgestern in Accra umgekommen – im Minibus sitzend, als ein Lastwagen auf sie raufdonnerte. Der Fahrer des Trucks wollte einem Auto ausweichen, das eine Kehrtwende machte. Das Lichtsignal an der Kreuzung hat offenbar nicht funktioniert.

Passiert ist der Unfall auf dem brandneuen «George W. Bush Highway». Die wichtigste Umfahrung Accras, 14 Kilometer von der Accra Mall bis zur berüchtigten Mallam-Junction, ist endlich fertiggestellt. Geplant wurde die Strasse von Ghanas erstem Präsidenten Kwame Nkrumah. Nach diesem war der Highway ursprünglich benannt, doch schliesslich haben die Amerikaner den Bau mitfinanziert.

Das neue Tempo auf den bis zu 10 Spuren überfordert viele Ghanaerinnen und Ghanaer. Am ersten Tag sollen drei Fussgänger beim Überqueren der Strasse gestorben sein, zehn in der ersten Woche. Die wenigen Überführungen liegen weit auseinander, einige Fussgängerampeln funktionieren nicht, und längst nicht alle Autofahrer akzeptieren Lichtsignale. So rennt man denn möglichst schnell über den todbringenden Highway, egal ob die Ampel rot oder grün oder gar nichts anzeigt.

Die Dankbarkeit Ghanas entlang dem neuen Highway ist unübersehbar.

«Schwule sind wie Tiere»

Westliche Staatschefs fordern eine Legalisierung der Homosexualität in Afrika. Doch diese Unterstützung wollen selbst die afrikanischen Schwulen nicht.

Amerikanische Popmusik dröhnt in einer Disco im Ausgangsviertel Osu. Der Raum ist verspiegelt, entlang der Wände stehen Lederfauteuils, in denen sich das Partyvolk fläzt. Die Kühlschränke hinter der Bar sind beleuchtet und werben für internationale Likörmarken. Ein ganz normaler Ausgangsort in Ghanas Hauptstadt Accra.

Doch immer mittwochs ist hier alles etwas anders – Männer tanzen mit Männern. Das hat Seltenheitswert in Afrika. Die Klubnacht für Schwule mitbegründet hat der 23-jährige Kojo. «Meine Freunde und ich wollten einen Ort, wo wir nicht ausgegrenzt werden», erzählt er. «Wir sammelten Geld, mieteten den Klub – und haben Spass!»

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Anzügliches aus Accra

Die Fokn Bois machen sich über alles lustig.

Zum Beispiel auch über jene ghanaischen Rapper mit LAFA – «locally acquired foreign accent» (lokal erworbener ausländischer Akzent) – welche US-Rapstars kopieren.

Das können sich die Bois erlauben, weil sie in Pidgin-Englisch rappen. Wie das tönt? Bitte:

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