Paul Strands freundliches Ghana-Portrait

Ein Land in Aufbruchsstimmung, das sich bis heute wenig verändert hat. Das ist das Fazit meiner Führung im Fotomuseum Winterthur zu historischen Ghana-Bildern.

Als der amerikanische Fotograf Paul Strand Ghana besuchte, erlebte er gleich die Auswüchse afrikanischer Demokratie. Im Januar 1964 liess sich Ghanas erster Staatschef Kwame Nkrumah an der Urne als Präsident bestätigen und führte den Einparteienstaat ein.

2012-176-317-pma

„Paul Strands freundliches Ghana-Portrait“ weiterlesen

Die friedlichen Leute vom gesegneten Leuchtturm

Baustelle in Accra

Ghana funktioniert als Demokratie und hat eine blühende Wirtschaft. Die Gründe dafür liegen in der Geschichte des westafrikanischen Staates. Doch auch in Ghana ist nicht alles Gold, was glänzt.

Baustelle in Accra

«Das Geheimnis unserer Demokratie ist simpel. Es liegt in den Menschen Ghanas – sie lieben die Freiheit.» John Kufuor sitzt milde lächelnd auf einem reich dekorierten Holzstuhl in seiner Villa, und erklärt dem Besucher, wieso Ghana sich zum gerne zitierten «Leuchtturm der Demokratie» entwickelt hat. Der 74jährige Kufuor muss es wissen, schliesslich wurde er im Jahr 2000 als erster Oppositionspolitiker an Ghanas Staatsspitze gewählt. Acht Jahre später überliess Präsident Kufuor seinen Platz wieder der Gegenpartei. Und doch greift seine Erklärung ein wenig zu kurz. „Die friedlichen Leute vom gesegneten Leuchtturm“ weiterlesen

Ghana – Erfolgsmodell für Afrika?

Während Länder rundum im Chaos versinken, leuchtet Ghanas Stern hell.

Ghana gilt als demokratische und wirtschaftliche Erfolgsgeschichte in Westafrika. Während Länder wie Nigeria oder Mali mit Konflikten und Korruption zu kämpfen haben, sorgt Ghana meist für positive Nachrichten. Zuletzt bei den fast reibungslos verlaufenen Wahlen im Dezember 2012. Für SRF 2 Kultur habe ich in einer «Kontext»-Sendung die Hintergründe beleuchtet – und neben anderen mit dem ehemaligen Präsidenten John Kufuor gesprochen.

Diese Sendung wurde am 12. Februar 2013 von SRF 2 Kultur ausgestrahlt.

Elfenbeinküste: Ist die Versöhnung möglich?

Der UNO-Menschenrechtler Doudou Diène gibt sich optimistisch.

Das Resultat der Parlamentswahl in der Elfenbeinküste ist überraschend deutlich ausgefallen. Die Partei von Präsident Alassane Ouattara, RDR, gewinnt die Hälfte aller Sitze für sich. Die Regierungskoalition RDR und PDCI besetzt gemeinsam vier Fünftel der Mandate.

Damit kann Ouattara fortsetzen, was er bereits begonnen hat: den Wiederaufbau des Landes, der Institutionen. In der Zeit Gbagbos sind die Strassen und Gebäude der einst glänzenden Wirtschaftsmetropole Abidjan sichtlich gealtert. Eine Ursache ist, dass der Staat an sich praktisch nicht mehr funktioniert hat.

Nun gibt es viel zu tun, etwa was die Menschenrechte angeht, wie man bei der UNO feststellt.

Dieser Beitrag wurde auf DRS 4 News gesendet. Der Menschenrechtsbericht von Doudou Diène soll im März 2012 erscheinen. Am Tag seiner Abreise fand er zwischen zwei Sitzungen 15 Minuten Zeit für mich.

Doudou Diène ist auch in der Schweiz kein Unbekannter