Südsudans verlorene Kinder misstrauen dem Frieden

Die südsudanesischen Bürgerkriegsparteien teilen die Macht unter sich auf. Ob das Abkommen hält, muss sich erst weisen.

Die Alten müssen weg. Das fordert Peter Biar Ajak. Der 34-jährige Südsudanese hat in Harvard und Cambridge studiert und lebt in Kenya. Ajak ruft zum Abgang der alten Politikerelite des Südsudans von Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar auf. Die Generation des Unabhängigkeitskrieges vom Sudan habe ausgedient. Nur jüngere Kräfte könnten dem Land endlich Frieden bringen, verkündete Ajak unlängst im kenianischen Fernsehsender NTV.

Diese These war aus Sicht der südsudanesischen Regierung wohl etwas zu provokativ. Vergangenen Mittwoch wurde Ajak bei seiner Ankunft am Flughafen der Hauptstadt Juba festgenommen. Eine Anklage gibt es bis anhin nicht. Es kommt immer wieder vor, dass Menschen im Südsudan ohne Verfahren weggesperrt werden.

Machar, Kiir und weitere südsudanesiche Politiker unterzeichnen das Abkommen. (via @KagutaMuseveni)

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