Strassenkunst im Armenviertel

Das Chale Wote Street Art Festival.

Etwas zu organisieren, ist in Ghana nicht so einfach. Schliesslich muss man immer davon ausgehen, dass ein Teil aller Abmachungen nicht eingehalten wird. Geht es nur um ein persönliches Treffen, ist das nicht so schlimm (manchmal zwar schon). Anders bei einem Anlass mit dutzenden Involvierten.

So war ich schon an einer Konferenz mit Spitzenvertretern der Telecom-Firmen. Die angekündigten Referenten erschienen grösstenteils nicht, das Programm wurde kaum eingehalten und das Mittagessen hatte 2 Stunden Verspätung.

Die Gruppierung «Accra [dot] Alt» (Aktivisten? Kulturschaffende? Irgendwas dazwischen.) hat es geschafft, das Chale Wote Street Art Festival auf die Beine zu stellen. Im Armenviertel Jamestown fanden am Samstagnachmittag und -abend diverse Konzerte, Vorführungen, Ausstellungen statt. Mode, Sport, Kunst, Filme, Akrobatik und Musik. Kein grosses Ding, aber: es hat stattgefunden.

Die Kinder im Quartier hatten Spass, viele Erwachsene auch. Wie oft bei kulturellen Anlässen fanden sich besonders viele Weisse ein. Die Organisatoren sind grösstenteils junge Ghana-Rückkehrer. Und die Franzosen haben das Festival finanziell unterstützt. Insgesamt eine gute Basis für weitere Ausgaben.

Zu den Bildern…

Ghanas Blogs berichteten auch ausführlich darüber.