Cyber-Aktivisten – ein senegalesischer Frühling?

Blogger wollen das wahre Senegal zeigen.

internet-profi in senegal (symbolbild)

Der Senegal erlebt turbulente Tage. In Dakar haben sich junge Senegalesinnen und Senegalesen auf den Wahlkampf und die Wahlen vorbereitet. Webdesigner haben Internet-Seiten programmiert, Blogger bieten Kurse an. Sie wollen das Informationsmonopol der klassischen Medien durchbrechen – und vielleicht noch mehr…

Dieser Beitrag lief am 23.2.2012 im Programm von Schweizer Radio DRS. „Cyber-Aktivisten – ein senegalesischer Frühling?“ weiterlesen

Armtanz Azonto

Ein Tanzstil ist Ghanas neuer Stolz.*

Egal ob im teuren Club, oder nachts an einer Strassenecke – wer in Accra ausgeht, wird derzeit unweigerlich mit dem Azonto konfrontiert. Tänzer bewegen ihre Arme vor dem Oberkörper in alle Richtungen und einen Fuss meist so, als ob sie eine Kakerlake zerquetschen wollten.

Getanzt wird zu zügigem Hiphop oder zu ghanaischer Hiplife-Musik, mit zuckrigen Harmonien. Einige lokale Künstler, wie etwa Gasmilla, haben sich unterdessen auf die Produktion von Azonto-Tracks spezialisiert.

Gasmilla – Aboodatoi (The Azonto Dance Tutorial)
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«Schwule sind wie Tiere»

Westliche Staatschefs fordern eine Legalisierung der Homosexualität in Afrika. Doch diese Unterstützung wollen selbst die afrikanischen Schwulen nicht.

Amerikanische Popmusik dröhnt in einer Disco im Ausgangsviertel Osu. Der Raum ist verspiegelt, entlang der Wände stehen Lederfauteuils, in denen sich das Partyvolk fläzt. Die Kühlschränke hinter der Bar sind beleuchtet und werben für internationale Likörmarken. Ein ganz normaler Ausgangsort in Ghanas Hauptstadt Accra.

Doch immer mittwochs ist hier alles etwas anders – Männer tanzen mit Männern. Das hat Seltenheitswert in Afrika. Die Klubnacht für Schwule mitbegründet hat der 23-jährige Kojo. «Meine Freunde und ich wollten einen Ort, wo wir nicht ausgegrenzt werden», erzählt er. «Wir sammelten Geld, mieteten den Klub – und haben Spass!»

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Mitgegangen, mitgefangen

Ein guter Fang an der Küste Ghanas.

Ghana ist ein Fischerland. Fast ein Zehntel der Bevölkerung ernährt sich von Fischfang oder dem Handel mit Fischen. Fischer mit Holzkanus und einfachen Mitteln entlang der Küste kommen jährlich auf etwas über 200’000 Tonnen Fang. Für Verkauf und Handel sind die Frauen zuständig.

Das in der Bildstrecke gezeigte Netz lag nur wenige Stunden im Meer, begleitet von einem Boot und kreischenden Möwen, die sich auf die eingeschlossenen Fische stürzten. Neben den jungen Burschen, die das Netz mühsam aus dem Meer zogen, stand eine ganze Menge Zuschauer aus dem Dorf am Strand. Die meisten Fische im Netz waren Makrelen, andere Arten wurden aussortiert und separat verkauft. Mir wurde gesagt, es sei ein guter Fang gewesen.

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Fokn Bois: Provokation in Pidgin

Die «Fokn Bois» sind das erste alternative Hiphop-Duo Ghanas. Mit ihrem Musikfilm «Coz ov Moni» wollen sie das wahre Leben zeigen.

Der Festival-Abend in Accra neigt sich dem Ende entgegen. Eine schicke Soul-Sängerin ruft «Merry Christmas» ins Publikum. Da entert ein barfüssiger Rasta mit Rock die Bühne. In seinem Freestyle-Rap schimpft er auf geldgierige Kirchen und rappt für homosexuelle Beziehungen. Heisse Eisen im konservativen Ghana! Dann wünscht auch er frohe Weihnachten und hebt seinen Rock – die Unterhose im Stil einer Santa-Mütze verursacht einen kollektiven Aufschei im Publikum. „Fokn Bois: Provokation in Pidgin“ weiterlesen