Muss Sodom und Gomorrha weichen?

Slum-Bewohner organisieren sich.


Sodom und Gomorrha. So nennen Politiker in Ghana den Slum Old Fadama. Weil Verbrechen und Vergewaltigungen an der Tagesordnung seien. Seit 2002 will die Stadt den Slum deshalb weghaben. An einer Medienkonferenz 2009 tönte das so:

Der Schluss sei klar: Sodom und Gomorra müsse weichen, so die Politik. Doch die Bewohner des Slums in der Hauptstadt Accra wehren sich. Unter anderem, indem sie sparen. Die Reportage aus dem Slum:

Beitrag für DRS 4 News. Im Beitrag wird ein anderer Aspekt beleuchtet als im Text fürs Amnesty-Magazin, jedoch mit derselben Hauptperson (Rabi).

Ringier: Websites für jeden Geschmack

Oder: Was Online mit Glacé zu tun hat.

Der Schweizer Medienkonzern Ringier nimmt sich Afrika vor. In den nächsten Jahren will Ringier in Ländern West- und Ostafrikas diverse Websites lancieren, etwa in Ghana eine Kleinanzeigen-Seite. Später sollen auch publizistische Angebote dazukommen.

Ich habe das erste Ringier-Büro in Westafrika, in Ghanas Hauptstadt Accra besucht. Hier nun noch die tönende Variante meines Reports. (Und hier der ausführlichere Text.)

Dieser Beitrag lief am 28. August 2011 im «Echo der Zeit», Schweizer Radio DRS.

Da mich Rodney Quarcoo bereits empfing, als ich quasi aus dem Taxi ausstieg, war mein Mikro noch nicht an – die Töne für den Einstieg fehlten (Glaceverkäufer/«Welcome…»). Ich besuchte Rodney dann nochmals, bloss um das «Welcome to Ringier Ghana» aufzuzeichnen. Und einen hupenden Glaceverkäufer fand ich in einem anderen Quartier…

Kalaschnikows und Sauerkraut

Ein Wirt erzählt von seinen Erlebnissen während der ivorischen Krise.

Walter Hagemann und Uli Stielike (Bild: Stefan Meisel)
Walter Hagemann (rechts)
(mitte) (links) und Uli Stielike (Bild: Stefan Meisel)

Der Deutsche Walter Hagemann führt in Abidjan ein Restaurant. Seit 30 Jahren lebt er in der Elfenbeinküste. Auch während der Kämpfe im April blieb Hagemann in der Metropole, in seiner Wohnung. Unterdessen besuchten Truppen des ehemaligen Präsidenten Gbagbo seine Wirtschaft und liessen es sich gutgehen.

Was zurückblieb, zeigte mir Hagemann auf Bildern. Er erzählte von seinen Erlebnissen während der Unruhen im Frühling 2011. Und ob er an eine Versöhnung glaubt. Ich habe Hagemann in seiner bayrischen Wirtschaft in Abidjan getroffen.

Dieser Beitrag lief am 11. Juli 2011 in einer kürzeren Version auf DRS 4 News. Rückblickend fällt mir auf, dass ich ihn wohl noch etwas sauberer hätte schneiden dürfen – ein Opfer des Zeitdrucks. Aber ein Detail.

Angst in Abidjan

zerschossene fensterscheiben in abidjans geschäftsviertelin abidjan ist auch nach dem konflikt alles andere als alltag.

Der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, wurde vor drei Monaten festgenommen, weil er sich weigerte, zurückzutreten. Seit Mai ist der neue Präsident Alassane Ouattara an der Macht – und es ist wieder ruhig geworden um das Land in Westafrika.

Doch viele Probleme sind ungelöst. Gelingt es Präsident Ouattara, die Elfenbeinküste in eine friedliche Zukunft zu führen?

der beitrag war geplant für heute morgen auf drs 1, lief dann aber aufgrund unwetters auf drs4news am 11.7.2011. derzeit bin ich noch an einer langversion für den deutschlandfunk.

über eine stunde lang hatte ich versucht, diesen beitrag im internetcafe im quartier yopougon hochzuladen. schliesslich gab ich auf, und fuhr ins hotel pullman. dort kostet die halbe stunde internet 4 franken. sie ist es immerhin wert.
grösstes übel aber ist, dass seit der reise die grossschreibetaste meines computers nicht mehr funktioniert. enter auch nicht.

Der Niger-Delta-Effekt

Wie umgehen mit dem neuen Ölreichtum in Ghana?

Ghana ist derzeit das Boom-Land Westafrikas. Die Wirtschaft wird in diesem Jahr laut «Economist» um 14 Prozent (!) wachsen. Trotzdem lebt vor allem die ländliche Bevölkerung noch immer unter der Armutsgrenze.

Ein Grund für das starke Wachstum ist: Erdöl. Seit einem halben Jahr (mein Gespräch für DRS4News) wird vor der Küste Ghanas Öl gefördert. Mit Öl ist in Afrika immer auch Korruption verbunden, Reichtum für Wenige und manchmal Gewalt – wie etwa in Nigeria, im Nigerdelta.

Was tun, damit der Segen Öl für Ghana nicht zum Fluch wird? Mein Beitrag fürs «Echo der Zeit».

Dieser Beitrag wurde am 28. Juni 2011 im «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS ausgestrahlt.
Übrigens: Weil ein Computerprogramm einige Audio-Dateien komplett demolierte, musste ich die Hauptperson meines Beitrages (Ebow Haizel-Ferguson)
nochmals in Takoradi besuchen. Fünf Stunden hin, dort übernachten, 10 Minuten Interview, vier Stunden zurück. Auch die Aussagen des Fischers waren ziemlich zerstückelt – da hab ich echt gebastelt, so dass man es nun zum Glück nicht mehr merkt.

Sammie and the Chocolate Factory

Barry Callebaut verarbeitet seinen Kakao aus Ghana vor Ort.

Die Kakaofabrik in Ghana - (c)Barry Callebaut

Die Firma Barry Callebaut mit Hauptsitz in Zürich ist Leader auf dem Weltmarkt. Ein Sechstel des Kakaos weltweit wird von Barry Callebaut gehandelt oder verarbeitet. Barry Callebaut produziert hauptsächlich für die Industrie, aber auch die Schweizer Alprose-Schokolade.

Der Ansatz Barry Callebauts in Ghana heisst: Verarbeitung vor Ort. Leider weiss die Firma trotzdem kaum, unter welchen Umständen ihre Kakaobohnen produziert werden.

Ich habe die Fabrik in Tema besucht und mit dem Ghana-Chef Loic Biardeau gesprochen.

Dieser Beitrag wurde in der Wirtschaftssendung «Trend» auf DRS 1 ausgestrahlt (25.6.2011). Markus Mugglin besuchte dafür einen kleinen Bio-Kakao-Unternehmer, ich den weltgrössten Kakaokonzern.

Ghanas Jubilee-Ölfeld jubiliert

Aber das Land ist noch nicht bereit für die Ölindustrie.

Seit genau einem halben Jahr wird in Ghana Erdöl gefördert. Das Land war zuvor vor allem als Exporteur von Kakao und Gold bekannt. Regierung und Bevölkerung knüpfen grosse Hoffnungen ans Öl – doch andere afrikanische Länder haben mit Erdöl auch schlechte Erfahrungen gemacht.

Über die verschiedenen Aspekte des Ölbooms habe ich Thomas Accola Auskunft gegeben. Er hat mich gefragt: Wo holt man das ghanaische Öl denn aus dem Boden?

Das Gespräch wurde auf DRS 4 News am 15.6.2011 ausgestrahlt. Es ist mein erstes Gespräch als Befragter – ich bin einigermassen zufrieden. Die Antworten hätten etwas konziser und weniger zahlenlastig sein dürfen. Erstmals habe nicht ich während der Aufnahme gesagt  „fangen wir nochmals an, die erste Antwort war viel zu lang“…

In und um Kumasis Markt

Ein Besuch auf dem riesigen Kejetia-Markt.

Kumasi ist die zweitgrösste Stadt Ghanas und aufgrund ihrer zentralen Lage die wichtigste Handelsstadt. Im Herzen der Stadt befindet sich der Kejetia-Markt – angeblich der grösste ungedeckte Markt Westafrikas.

Einige Bilder aus Kumasi gibts hier.

Die Sendung «Atlas» begleitet eine Trägerin im Markt, besucht ein Ashanti-Festival und eine Autowerkstatt, wo aus Wracks fahrtüchtige Wagen zusammengesetzt werden.

Diese Beiträge produzierte ich für die Sendung «Atlas» von DRS 2 vom 15. Mai 2011. «Atlas» ist ein Magazin über Menschen, Landschaften und Musik.