Angst in Abidjan

zerschossene fensterscheiben in abidjans geschäftsviertelin abidjan ist auch nach dem konflikt alles andere als alltag.

Der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, wurde vor drei Monaten festgenommen, weil er sich weigerte, zurückzutreten. Seit Mai ist der neue Präsident Alassane Ouattara an der Macht – und es ist wieder ruhig geworden um das Land in Westafrika.

Doch viele Probleme sind ungelöst. Gelingt es Präsident Ouattara, die Elfenbeinküste in eine friedliche Zukunft zu führen?

der beitrag war geplant für heute morgen auf drs 1, lief dann aber aufgrund unwetters auf drs4news am 11.7.2011. derzeit bin ich noch an einer langversion für den deutschlandfunk.

über eine stunde lang hatte ich versucht, diesen beitrag im internetcafe im quartier yopougon hochzuladen. schliesslich gab ich auf, und fuhr ins hotel pullman. dort kostet die halbe stunde internet 4 franken. sie ist es immerhin wert.
grösstes übel aber ist, dass seit der reise die grossschreibetaste meines computers nicht mehr funktioniert. enter auch nicht.

Der Niger-Delta-Effekt

Wie umgehen mit dem neuen Ölreichtum in Ghana?

Ghana ist derzeit das Boom-Land Westafrikas. Die Wirtschaft wird in diesem Jahr laut «Economist» um 14 Prozent (!) wachsen. Trotzdem lebt vor allem die ländliche Bevölkerung noch immer unter der Armutsgrenze.

Ein Grund für das starke Wachstum ist: Erdöl. Seit einem halben Jahr (mein Gespräch für DRS4News) wird vor der Küste Ghanas Öl gefördert. Mit Öl ist in Afrika immer auch Korruption verbunden, Reichtum für Wenige und manchmal Gewalt – wie etwa in Nigeria, im Nigerdelta.

Was tun, damit der Segen Öl für Ghana nicht zum Fluch wird? Mein Beitrag fürs «Echo der Zeit».

Dieser Beitrag wurde am 28. Juni 2011 im «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS ausgestrahlt.
Übrigens: Weil ein Computerprogramm einige Audio-Dateien komplett demolierte, musste ich die Hauptperson meines Beitrages (Ebow Haizel-Ferguson)
nochmals in Takoradi besuchen. Fünf Stunden hin, dort übernachten, 10 Minuten Interview, vier Stunden zurück. Auch die Aussagen des Fischers waren ziemlich zerstückelt – da hab ich echt gebastelt, so dass man es nun zum Glück nicht mehr merkt.

Sammie and the Chocolate Factory

Barry Callebaut verarbeitet seinen Kakao aus Ghana vor Ort.

Die Kakaofabrik in Ghana - (c)Barry Callebaut

Die Firma Barry Callebaut mit Hauptsitz in Zürich ist Leader auf dem Weltmarkt. Ein Sechstel des Kakaos weltweit wird von Barry Callebaut gehandelt oder verarbeitet. Barry Callebaut produziert hauptsächlich für die Industrie, aber auch die Schweizer Alprose-Schokolade.

Der Ansatz Barry Callebauts in Ghana heisst: Verarbeitung vor Ort. Leider weiss die Firma trotzdem kaum, unter welchen Umständen ihre Kakaobohnen produziert werden.

Ich habe die Fabrik in Tema besucht und mit dem Ghana-Chef Loic Biardeau gesprochen.

Dieser Beitrag wurde in der Wirtschaftssendung «Trend» auf DRS 1 ausgestrahlt (25.6.2011). Markus Mugglin besuchte dafür einen kleinen Bio-Kakao-Unternehmer, ich den weltgrössten Kakaokonzern.

Ghanas Jubilee-Ölfeld jubiliert

Aber das Land ist noch nicht bereit für die Ölindustrie.

Seit genau einem halben Jahr wird in Ghana Erdöl gefördert. Das Land war zuvor vor allem als Exporteur von Kakao und Gold bekannt. Regierung und Bevölkerung knüpfen grosse Hoffnungen ans Öl – doch andere afrikanische Länder haben mit Erdöl auch schlechte Erfahrungen gemacht.

Über die verschiedenen Aspekte des Ölbooms habe ich Thomas Accola Auskunft gegeben. Er hat mich gefragt: Wo holt man das ghanaische Öl denn aus dem Boden?

Das Gespräch wurde auf DRS 4 News am 15.6.2011 ausgestrahlt. Es ist mein erstes Gespräch als Befragter – ich bin einigermassen zufrieden. Die Antworten hätten etwas konziser und weniger zahlenlastig sein dürfen. Erstmals habe nicht ich während der Aufnahme gesagt  „fangen wir nochmals an, die erste Antwort war viel zu lang“…

In und um Kumasis Markt

Ein Besuch auf dem riesigen Kejetia-Markt.

Kumasi ist die zweitgrösste Stadt Ghanas und aufgrund ihrer zentralen Lage die wichtigste Handelsstadt. Im Herzen der Stadt befindet sich der Kejetia-Markt – angeblich der grösste ungedeckte Markt Westafrikas.

Einige Bilder aus Kumasi gibts hier.

Die Sendung «Atlas» begleitet eine Trägerin im Markt, besucht ein Ashanti-Festival und eine Autowerkstatt, wo aus Wracks fahrtüchtige Wagen zusammengesetzt werden.

Diese Beiträge produzierte ich für die Sendung «Atlas» von DRS 2 vom 15. Mai 2011. «Atlas» ist ein Magazin über Menschen, Landschaften und Musik.

Wenig Geld für schwere Last

Junge Frauen sorgen für den Transport im Markt von Kumasi.

In der Handelsstadt Kumasi im Herzen Accras werden täglich tausende Tonnen Waren bewegt. Dafür sind in erster Linie Menschen aus dem Norden Ghanas zuständig. Junge Männer stossen Wagen mit Kisten durch die Menge, ihre Kolleginen tragen die Ware auf dem Kopf.

Für diese Frauen gibt es sogar eine eigene Berufsbezeichnung: Kayayei – Waren-Frauen. Es ist eine schlecht bezahlte Arbeit. Für wenige Rappen tragen junge Mädchen und Frauen die Einkäufe vom Laden zum Bus.

Für die Sendung «Atlas» von DRS 2 über die Marktstadt Kumasi habe ich die Kayayoo Rahida begleitet.

Das ist eine Kurzversion – den ganzen Beitrag und drei weitere sendet DRS 2 in «Atlas»  am Sonntag, 15. Mai 2011 um 18 Uhr.

Giftige Ware aus dem Westen

Wie Elektroschrott in Ghana ungesund entsorgt wird.

Elektrogeräte, die ihren Dienst getan haben, landen oft in Entwicklungsländern, zum Beispiel in Ghana. Hier können die Menschen zwar mit dem Elektroschrott Geld verdienen und günstig TV schauen, doch die Entsorgung bereits defekter Ware schadet Mensch und Umwelt – im Bild ein brennender Kühlschrank am Ufer der Lagune.

Ich habe den Schrottplatz von Agbogbloshie in Accra besucht, wo Knaben Bündel von Elektrokabeln verbrennen. Und ich war in der Hafenstadt Tema, wo gebrauchte Elektronik ankommt.

Dieser Beitrag lief am 10. Mai auf DRS 4 News. Der Sender brachte dazu weitere Gespräche mit Experten.

Robert will wieder weg

Porträt eines Libyen-Rückkehrers in Ghana.

Europa stöhnt über die Flüchtlinge, die aus Libyen kommen. Doch dabei geht vergessen, dass hunderttausende in ihre Heimat zurückkehren, etwa die Gastarbeiter aus Westafrika. Die Regierung von Ghana hat für über 18’000 Ghanaer die Rückreise in die Heimat organisiert. Das sind fast doppelt soviele, wie ursprünglich geschätzt, viele waren illegal im Land. Einer der Rückkehrer ist der 32jährige Robert.

Dieser Beitrag lief am 9. Mai 2011 in der Informationssendung Rendez-Vous im Schweizer Radio DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle.