Kenias Schnellzug in die Zukunft

China hat Kenia eine neue Eisenbahn gebaut. Fraglich ist, ob das ostafrikanische Land den Kredit zurückzahlen kann.

Eine Folklore-Truppe beobachtet die Zugseinfahrt beim einjährigen Jubiläum.

Anmutig steht die junge Frau da in ihrem schwarz-gelb-roten Kleid. Die Beine hat sie geschlossen, die Füsse gespreizt. Ihre Finger kommen vor dem Bauch zusammen. Vor und hinter ihr weitere Frauen in derselben grazilen Haltung. Wie von unsichtbarer Hand geführt drehen sie sich synchron und machen einige Schritte nach vorn. Eine erneute Drehung, dann schliessen sich die Waggontüren, und der Madaraka-Express rollt los Richtung Mombasa. „Kenias Schnellzug in die Zukunft“ weiterlesen

Chinas neue Eisenbahn in Kenia

Geld und Personal für den Bau der Eisenbahnlinie Mombasa-Nairobi kommen aus China. Die Reise verläuft rasch und reibungslos. Doch es könnte länger gehen, bis Kenia den Kredit aus Fernost zurückbezahlt hat.
 
 
 

Dieses Video entstand als Nebenprodukt einer Reportage für die Neue Zürcher Zeitung.

Tansanias Steuereintreiber setzen auf Elektronik

Kleine Geschäfte in afrikanischen Ländern sind nur schwer zu besteuern. Tansania versucht es mittels elektronischen Geräten.

In einem einfachen Strassenrestaurant mit Plastikmöbeln in der tansanischen Kleinstadt Babati wird Tilapia serviert, ein Fisch aus dem nahe gelegenen See. Als es ans Bezahlen geht, druckt die Bedienung die Quittung mit einem portablen Apparat aus.

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Der Golfkonflikt zerreisst Somalia

Die Emirate und Katar exportieren ihren Streit nach Somalia. Das vergrössert die Gräben im ostafrikanischen Land.

James Bond lässt grüssen: Ein Flugzeug aus Abu Dhabi bringt drei Koffer nach Somalia. Der Botschafter der Emirate will die fraglichen Gepäckstücke nicht scannen lassen am Ausgang des Flughafens – er bringt die Koffer zurück zum Flugzeug. Doch die Somalier ziehen ihre Waffen und konfiszieren die Koffer. Darin finden sie Bargeld im Wert von rund zehn Millionen Franken.

Diese Szene vom April zeigt das zerrüttete Verhältnis zwischen Somalia und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Somalia behauptete, das Geld hätte dazu gedient, den Staat zu unterminieren. Laut den Emiraten hingegen sollten damit die Löhne von somalischen Soldaten bezahlt werden. Welche Version stimmt, ist unklar. „Der Golfkonflikt zerreisst Somalia“ weiterlesen

Cambridge Analytica in Kenia – oder wie heikel politische PR in Afrika ist

Afrikas Herrscher greifen gerne auf westliche Kommunikationsberater zurück. Deren Tun kann dort aber andere Folgen haben als im Westen.

Die Aussagen bergen Zündstoff: «Wir haben das Parteiprogramm geschrieben, Forschung und Analysen gemacht. Wir schrieben alle Reden und haben die ganze Sache inszeniert.» Geht es nach Mark Turnbull, Geschäftsführer von Cambridge Analytica, hat die Firma quasi im Alleingang eine Partei durch die Wahlen geführt. Zumindest sagte er das vor den versteckten Kameras des britischen Channel 4. Zudem sei die Partei mit neuem Namen und Logo versehen worden.

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Afrika strebt die grösste Freihandelszone der Welt an – ohne Nigeria und Südafrika?

Die Afrikanische Union will freien Handel und Personenverkehr. 44 Staaten unterzeichnen ein Abkommen – die beiden grössten Volkswirtschaften des Kontinents sind aber vorerst nicht dabei.

Ausgerechnet Afrika. Der Kontinent, der berüchtigt für Bürokratie und Korruption ist, soll zur grössten Freihandelszone der Welt werden. „Afrika strebt die grösste Freihandelszone der Welt an – ohne Nigeria und Südafrika?“ weiterlesen

Selbstbedienungsladen Staatskasse

Kenia kauft zu viele Schuhe, nutzlose Flugzeuge und versichert seinen Helikopter nicht.

Das Sündenregister des kenianischen Staates umfasst 350 Seiten. So dick ist nämlich der Bericht des Rechnungsprüfers, der die Staatsrechnung des Jahres 2015/16 unter die Lupe genommen hat. Der Bericht listet auf, wie unverfroren und fahrlässig Beamte mit dem Geld der Kenianerinnen und Kenianer umgehen.

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Wieso Wahlen schlecht sind für Afrikas Wirtschaft

Wahljahre sind schlechte Jahre für die Volkswirtschaften Afrikas. In Kenia gingen die Investitionen vor dem Urnengang 2017 deutlich zurück. Doch nicht in allen Ländern schaden Wahlen der Wirtschaft.

Frühmorgens öffnet Martin Njau seinen Stand. Im Slum Kawangware in Nairobi bietet der junge Kenianer Mangos und rote Zwiebeln zum Verkauf an. Inmitten von älteren Marktfrauen ist der 25-Jährige eine Ausnahme. Ein Kleinkredit über 200 Franken war sein Startkapital. «Ich will etwas erreichen, nicht rumhängen wie viele meiner Kollegen», erklärt Njau. Doch in den letzten Monaten lief das Geschäft zäh, während der Wahlperiode hatte er kaum Kundschaft.

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