Sammie and the Chocolate Factory

Barry Callebaut verarbeitet seinen Kakao aus Ghana vor Ort.

Die Kakaofabrik in Ghana - (c)Barry Callebaut

Die Firma Barry Callebaut mit Hauptsitz in Zürich ist Leader auf dem Weltmarkt. Ein Sechstel des Kakaos weltweit wird von Barry Callebaut gehandelt oder verarbeitet. Barry Callebaut produziert hauptsächlich für die Industrie, aber auch die Schweizer Alprose-Schokolade.

Der Ansatz Barry Callebauts in Ghana heisst: Verarbeitung vor Ort. Leider weiss die Firma trotzdem kaum, unter welchen Umständen ihre Kakaobohnen produziert werden.

Ich habe die Fabrik in Tema besucht und mit dem Ghana-Chef Loic Biardeau gesprochen.

Dieser Beitrag wurde in der Wirtschaftssendung «Trend» auf DRS 1 ausgestrahlt (25.6.2011). Markus Mugglin besuchte dafür einen kleinen Bio-Kakao-Unternehmer, ich den weltgrössten Kakaokonzern.

Elektroschrott auch aus Deutschland

Wie weiter mit dem Problem E-Waste in Ghana?

Boardmaster TimothyTimothy nennt sich «Boardmaster». In kurzer Zeit hat es der Nigerianer geschafft, auf dem Schrottplatz von Agbobloshie ein Geschäft mit gebrauchten Platinen (Leiterplatten) von Computern und DVD-Playern aufzuziehen. Er kauft sein Material von den Jungs, welche die defekten Geräte in ihre Einzelteile zerlegen. Dann verkauft er es den «white men», in diesem Fall Chinesen. Die verschiffen die Platinen nach China, wo man sie maschinell recycelt. So können mehr der wertvollen Metalle zurückgewonnen werden.

Timothy ist die Person, welche meinem Beitrag über Elektroschrott in Ghana (nun auch im Deutschlandfunk) am Schluss den Dreh Richtung Zukunft gab. Richtung Initiative aus der Privatwirtschaft – weil ich nicht glaube, dass sich der Staat demnächst ernsthaft des Problemes annimmt. Zwar gibt es einen Entwurf (von europäischen Organisationen) zu einer zukünftigen Strategie. Aber darin werden einfach alle Probleme aufgezählt, es fehlt der Fokus auf ein bestimmtes Problem und dessen Lösung. Und sowieso: Zunächst stehen nun in einem Jahr die Wahlen an, dann kann man mit  Entwicklungsorganisationen wieder über konkrete Lösungen (und deren Finanzierung!) nachdenken.

Die Agbogbloshie-Girls kümmert das übrigens wenig. Sie hängen auf dem Schrottplatz rum und verkaufen ihren Cousins Wasser im Plastiksack.

Ghanas Jubilee-Ölfeld jubiliert

Aber das Land ist noch nicht bereit für die Ölindustrie.

Seit genau einem halben Jahr wird in Ghana Erdöl gefördert. Das Land war zuvor vor allem als Exporteur von Kakao und Gold bekannt. Regierung und Bevölkerung knüpfen grosse Hoffnungen ans Öl – doch andere afrikanische Länder haben mit Erdöl auch schlechte Erfahrungen gemacht.

Über die verschiedenen Aspekte des Ölbooms habe ich Thomas Accola Auskunft gegeben. Er hat mich gefragt: Wo holt man das ghanaische Öl denn aus dem Boden?

Das Gespräch wurde auf DRS 4 News am 15.6.2011 ausgestrahlt. Es ist mein erstes Gespräch als Befragter – ich bin einigermassen zufrieden. Die Antworten hätten etwas konziser und weniger zahlenlastig sein dürfen. Erstmals habe nicht ich während der Aufnahme gesagt  „fangen wir nochmals an, die erste Antwort war viel zu lang“…

Rausgepumpt

Weiss Ghana überhaupt, wie viel Öl vor der Küste gefördert wird?

Seit Dezember 2010 ist Ghana ein «Oil-Country». Ende 2010 wurde damit begonnen, über eine schwimmende Plattform Öl aus dem Meeresboden vor Ghanas Küste zu pumpen. „Rausgepumpt“ weiterlesen

Wenig Geld für schwere Last

Junge Frauen sorgen für den Transport im Markt von Kumasi.

In der Handelsstadt Kumasi im Herzen Accras werden täglich tausende Tonnen Waren bewegt. Dafür sind in erster Linie Menschen aus dem Norden Ghanas zuständig. Junge Männer stossen Wagen mit Kisten durch die Menge, ihre Kolleginen tragen die Ware auf dem Kopf.

Für diese Frauen gibt es sogar eine eigene Berufsbezeichnung: Kayayei – Waren-Frauen. Es ist eine schlecht bezahlte Arbeit. Für wenige Rappen tragen junge Mädchen und Frauen die Einkäufe vom Laden zum Bus.

Für die Sendung «Atlas» von DRS 2 über die Marktstadt Kumasi habe ich die Kayayoo Rahida begleitet.

Das ist eine Kurzversion – den ganzen Beitrag und drei weitere sendet DRS 2 in «Atlas»  am Sonntag, 15. Mai 2011 um 18 Uhr.

Giftige Ware aus dem Westen

Wie Elektroschrott in Ghana ungesund entsorgt wird.

Elektrogeräte, die ihren Dienst getan haben, landen oft in Entwicklungsländern, zum Beispiel in Ghana. Hier können die Menschen zwar mit dem Elektroschrott Geld verdienen und günstig TV schauen, doch die Entsorgung bereits defekter Ware schadet Mensch und Umwelt – im Bild ein brennender Kühlschrank am Ufer der Lagune.

Ich habe den Schrottplatz von Agbogbloshie in Accra besucht, wo Knaben Bündel von Elektrokabeln verbrennen. Und ich war in der Hafenstadt Tema, wo gebrauchte Elektronik ankommt.

Dieser Beitrag lief am 10. Mai auf DRS 4 News. Der Sender brachte dazu weitere Gespräche mit Experten.