Frühere Strassenkinder führen Touristen durch Nairobi

Die Stadttour Nai Nami bietet ehemaligen Strassenkindern ein festes Einkommen und Touristen ungewöhnliche Einblicke in Kenias Hauptstadt.

Nai Nami wurde mitbegründet vom Schweizer Gianmarco Marinello.

Beitrag ausgestrahlt am 15. Juni 2018 in der Sendung 10vor10 von Fernsehen SRF. In Zusammenarbeit mit Pasquale Ferrara und Tim Mwaura.

 

Burundis ewiger Präsident und die traurigen Journalisten im Exil

Burundi stimmt diesen Donnerstag über ein Verfassungsreferendum ab. Ein Ja würde dem Machthaber Nkurunziza erlauben, weitere 16 Jahre im Amt zu bleiben – bis 2034. Die Medien schauen derweil grösstenteils aus dem Ausland zu

Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Nkurunziza mit Frau und den Obamas 2014.

Burundis unabhängigste Radiostation sendet aus dem Nachbarland Rwanda. Jeden Morgen trifft sich Alexandre Niyungeko mit seiner Redaktion in einer Vierzimmerwohnung in der Hauptstadt Kigali. Der Hüne Niyungeko ist der Chef von Radio Inzamba. Das Studio befindet sich in einer Abstellkammer, die mit dunklen Tüchern isoliert ist. Das Wohnzimmer dient als Grossraumbüro für die 20 Journalisten. „Burundis ewiger Präsident und die traurigen Journalisten im Exil“ weiterlesen

Cambridge Analytica in Kenia – oder wie heikel politische PR in Afrika ist

Afrikas Herrscher greifen gerne auf westliche Kommunikationsberater zurück. Deren Tun kann dort aber andere Folgen haben als im Westen.

Die Aussagen bergen Zündstoff: «Wir haben das Parteiprogramm geschrieben, Forschung und Analysen gemacht. Wir schrieben alle Reden und haben die ganze Sache inszeniert.» Geht es nach Mark Turnbull, Geschäftsführer von Cambridge Analytica, hat die Firma quasi im Alleingang eine Partei durch die Wahlen geführt. Zumindest sagte er das vor den versteckten Kameras des britischen Channel 4. Zudem sei die Partei mit neuem Namen und Logo versehen worden.

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Ein Bundesrat reist nach Afrika

Anno domini 1969 bereiste Bundesrat Willy Spühler mit seiner Frau drei Wochen lang Ostafrika. Es war eine gelungene Reise, der auch Elefanten und Krokodile nichts anhaben konnten.

13. Juli 1969: Ankunft mit Swissair in Nairobi. (…) Die Töchter Widmer und Frauenlob überreichen Blumen in den Schweizerfarben. Auf der Terasse des Flughafens winken Landsleute mit Schweizerfahnen. Die Sonne scheint strahlend und warm.

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Afrika strebt die grösste Freihandelszone der Welt an – ohne Nigeria und Südafrika?

Die Afrikanische Union will freien Handel und Personenverkehr. 44 Staaten unterzeichnen ein Abkommen – die beiden grössten Volkswirtschaften des Kontinents sind aber vorerst nicht dabei.

Ausgerechnet Afrika. Der Kontinent, der berüchtigt für Bürokratie und Korruption ist, soll zur grössten Freihandelszone der Welt werden. „Afrika strebt die grösste Freihandelszone der Welt an – ohne Nigeria und Südafrika?“ weiterlesen

Aus Lieblingsfeinden werden Brüder – der Überraschende Handschlag zwischen Kenyatta und Odinga

Kenias Präsident und der Oppositionsführer wollen eine Versöhnung anstossen. Das würde dem gespaltenen Land guttun. Doch wie der Plan der beiden Politiker aussieht, ist noch unklar.

Plötzlich ist alles anders. Die eben noch erbitterten politischen Gegner nennen sich vor laufenden Kameras gegenseitig «mein Bruder». Kenias Präsident Uhuru Kenyatta und Oppositionsführer Raila Odinga ziehen einen Schlussstrich unter die politische Konfrontation, welche das Land während Monaten in Atem gehalten hat. Nun rätselt ganz Kenia, was hinter dem versöhnlichen Auftritt der politischen Alphatiere steht. „Aus Lieblingsfeinden werden Brüder – der Überraschende Handschlag zwischen Kenyatta und Odinga“ weiterlesen

Kenia macht dem Sack zu – und sagt Plastikabfällen den Kampf an

Für die Händler in Afrika sind Plastiksäcke ein Segen, für die Umwelt hingegen eine Plage. Kenia geht seit kurzem mit hohen Bussen gegen die Verwendung solcher Säcke vor.
 
Urplötzlich juckt die Mangoverkäuferin auf einem Markt in Nairobi von ihrem Hocker auf und sucht das Weite. Ihre süsse Ware – es ist Saison! – lässt die Frau zurück. Auf dem Hocker liegt eine Beige kleiner Säckchen aus Plastik. Sie werden von Beamten der Umweltschutzbehörde beschlagnahmt.
 

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Selbstbedienungsladen Staatskasse

Kenia kauft zu viele Schuhe, nutzlose Flugzeuge und versichert seinen Helikopter nicht.

Das Sündenregister des kenianischen Staates umfasst 350 Seiten. So dick ist nämlich der Bericht des Rechnungsprüfers, der die Staatsrechnung des Jahres 2015/16 unter die Lupe genommen hat. Der Bericht listet auf, wie unverfroren und fahrlässig Beamte mit dem Geld der Kenianerinnen und Kenianer umgehen.

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