Der Reggae-Sänger, vor dem Ugandas Präsident Angst hat

Lange war Bobi Wine ein unpolitischer Popstar. Doch seit er den Präsidenten kritisiert, muss er um sein Leben fürchten. Zudem spielt die Polizei ein Katz-und-Maus-Spiel mit ihm.

 

Nach einem Wahlkampfauftritt im August 2018 wurde Bobi Wine von der Polizei festgenommen und nach eigenen Angaben gefoltert. Wine alias Robert Kyagulanyi ist seit einem Jahr auch Parlamentarier in Ugandas Parlament.

Die Behörden wollen offenbar nicht, dass Wine in Uganda auftreten kann. So wurde erst vor wenigen Tagen ein Konzert von der Polizei unterbunden. Sie suchte den Sänger in seinem Hotel, doch dieser konnte untertauchen und der Polizei aus dem Weg gehen. Wines Team bemüht sich jeweils um Bewilligungen für die Auftritte. Doch meist antwortet die Polizei gar nicht auf die Anfragen, was sie eigentlich innert 48 Stunden tun müsste.

Ich habe Bobi Wine einen Tag bei einem Besuch in Nairobi begleitet. Und nach einem etwas stürmischen ersten Versuch gelang mir dann tatsächlich noch ein richtiges Interview.

Bobi Wine bei einem Auftritt in Nairobi.

Dieser Beitrag lief am 4. Dezember 2018 in der Sendung 10vor10 des Schweizer Fernsehens SRF. Bereits früher habe ich zum Thema einen Radiobeitrag gemacht.

 

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