Bobi Wine – Pop und Politik in Afrika

Politiker und Popsänger gehen in afrikanischen Ländern oft eine Symbiose ein. Doch es gibt auch Musiker, die ihre Popularität nutzen, um politisch aktiv zu werden. Der derzeit bekannteste ist Reggaestar Bobi Wine aus Uganda.

Bobi Wine beim Auftritt im Kulturzentrum Pawa 254 in Nairobi.

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Rafiki: Lesbische Liebe und Sex unterm Deckel in Kenia

Rafiki ist das Kinoereignis des Jahres in Kenia. Der Film zeigt die Romanze zwischen zwei zwei jungen Kenianerinnen. Das ist für konservative Kenianer skandalös. Doch lesbische Kenianerinnen sind froh um den Film.

Kena und Ziki bei ihrem Ausflug in Nairobis Uhuru-Park. (Bild: Rafiki)

Die Liebe von Kena und Ziki stösst auf Hindernisse. So schön es sich für die Kenianerinnen anfühlt, viele Leute im Quartier, Freunde und Familie sind alles andere als begeistert.

Obwohl Rafiki ohne Sexszenen auskommt, wurde der Film in Kenia verboten. Er könnte die Moral des Landes untergraben, so die Zensurbehörde. Die Filmemacher gingen dagegen vor Gericht. Nun durfte der Film für eine Woche gezeigt werden, was eine Oscar-Teilnahme erlaubt hätte. Das definitive Urteil des Gerichts steht aber noch aus.

In der Öffentlichkeit bleibt es bei sehnsüchtigen Blicken zwischen den beiden Frauen. (Bild: Rafiki)

Das Interesse am Film war riesig in Nairobi. Zuhnächst sollte der Film nur in einem Saal täglich einmal gezeigt werden. Doch die Vorstellungen waren so schnell ausverkauft, dass Rafiki schliesslich in mehreren Kinos Kenias mehrmals täglich lief.

Gleichgeschlechtlicher Sex ist in Kenia noch immer gesetzlich verboten. Dies könnte sich ändern, denn Homosexuellenorganisationen fordern vor Gericht eine Aufhebung des Artikels, der noch aus der Kolonialzeit stammt. Der Fall zieht sich seit zwei Jahren hin. Die Diskussion um homosexuelle Liebe in Kenia hat eben erst begonnen.

Der Beitrag lief am Mittwoch, 3. Oktober 2018 bei Radio SRF 2 Kultur.

Gedanken über eine Grossstadt im Dunkeln

In Nigerias Metropole Lagos fällt oft der Strom aus – aber nicht immer.

Kaum ist man angekommen, geht im Hotelzimmer das Licht aus. Auch die Klimaanlage läuft nicht mehr. Es bleibt nichts anderes übrig, als in der Dunkelheit zu warten.

Stromausfälle gehören in Nigeria zum Alltag. Das Hotelzimmer im gehobenen Quartier Victoria Island der Millionenstadt Lagos war nicht gerade günstig, trotz abgeschabtem Teppich und bröckelndem Badezimmer. Und nun sollte eigentlich der Generator anspringen. Doch nichts geht.

Lagos, Stadt der Gegensätze.

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