Das lukrative Geschäft mit der Sicherheit in Kenia

Die Sicherheitsindustrie Kenias  beschäftigt Hunderttausende. Ihre Grundlage ist das Versagen des Staates. Doch Terroranschläge kann sie kaum verhindern.

Sicherheitskräfte, Sicherheitsfirmen, Ambulanzen und Medien kurz nach Beendigung des Terrorangriffs in Nairobi.

«Ich habe damit gerechnet, dass das passieren kann. Deshalb war ich vorbereitet.» Der Schweizer Serge Medic ist in Nairobi nie ohne Pistole und Notfallausrüstung unterwegs. Er führt eine eigene Sicherheitsfirma. Medic war bei dem Anschlag auf den Büro- und Hotelkomplex «14 Riverside» Mitte Januar zufällig in der Nähe und einer der Ersten vor Ort. «Zuerst ging ich von einem Raubüberfall aus.» Medic betrat mit gezückter Pistole das Gelände. Als er erst eine Granate entdeckte, dann einen abgerissenen Arm, wurde ihm bewusst: Dies ist kein normaler Überfall. „Das lukrative Geschäft mit der Sicherheit in Kenia“ weiterlesen

Verbotene Liebe in Nairobi

Kenia könnte gleichgeschlechtlichen Sex legalisieren. Die Kirchen wehren sich, für sie ist es unafrikanisch, und «ein gefährliches Experiment». Die Schwulen und Lesben möchten endlich ohne Angst leben können.

Szene aus dem Film «Rafiki».

Die Luft ist stickig, die Musik laut, die Stimmung gut. Kamau umarmt einen alten Freund. «Das ist George», erzählt er, «er ist verheiratet und hat zwei Kinder.» George und Kamau, die ihren richtigen Namen nicht preisgeben möchten, sind homosexuell, wie die meisten Gäste im Klub im Zentrum Nairobis. Der Raum ist voll, die jungen Leute geniessen die Samstagnacht. Zwei Frauen küssen sich innig. Einige Männer tanzen eng zum Reggae-Beat. „Verbotene Liebe in Nairobi“ weiterlesen

Der Terror ist zurück in Kenya, doch das Leben geht weiter

Beim Angriff auf einen Gebäudekomplex in Nairobi wurden 21 Personen getötet. Es ist der erste grössere Anschlag der islamistischen Miliz al-Shabab nach mehr als drei Jahren.

Einfahrt zum Gebäudekomplex 14 Riverside kurz nach Ende des Terrorangriffs.

Dass zwei seiner Kollegen tot sind, hat Mohamud Jama aus den sozialen Netzwerken erfahren. «Die beiden waren zu Mittag essen gegangen, als wir eine Explosion und Schüsse hörten», erzählt der Kenyaner somalischer Abstammung. «Der Sicherheitschef unserer Firma hiess uns, auf den Boden zu liegen.» Danach führte er die Belegschaft über einen kleinen Steg, weg vom Terrorangriff auf den Büro- und Hotelkomplex «14 Riverside» in der kenyanischen Hauptstadt Nairobi. „Der Terror ist zurück in Kenya, doch das Leben geht weiter“ weiterlesen